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Was mache ich immer wieder falsch?

  • Autorenbild: Donata Wojcik
    Donata Wojcik
  • 26. Nov.
  • 3 Min. Lesezeit

Warum dein Date plötzlich Abstand nimmt.


Vielleicht kennst du das:

Du lernst jemanden kennen, du möchtest mit der Person gerne auf weitere Dates gehen – doch nach einem oder wenigen Treffen, hat dein Gegenüber schon kein Interesse mehr.


Häufig kommt dann die Frage:

 👉 Was mache ich immer wieder falsch?


Die ehrliche Antwort: Meist geht es nicht um ein einzelnes oder konkretes „Fehlverhalten“. Sondern um individuelle, automatische Muster, die sich im Kennenlernen wiederholen. Gerade hochsensible Menschen sind dabei anfälliger, nach “Fehlern” bei sich zu suchen, weil wir uns innerlich oft stark kritisieren - auch in Situationen abseits des Datings - und immer wieder überlegen, was wir “falsch” machen.


Die Lösung ist nicht nach “Fehlern” bei dir zu suchen.


Die Lösung ist, dich selbst so gut es geht kennenzulernen und dich so wie du bist deinem Gegenüber ehrlich zu zeigen. Mit all deinen Wünschen, Interessen und Bedürfnissen, mit all deinen Stärken und Schwächen, mit deinen Ängsten und deiner Verletzlichkeit.


Die Lösung ist, dich selbst so anzunehmen und zu zeigen, wie du bist, denn nur so ziehst du Menschen an, mit denen es wirklich passt und mit denen eine stabile Verbindung möglich ist. Die Menschen, mit denen das nicht möglich ist, dürfen weiterziehen, lieber früher als später.


Hier sind drei typische Situationen, die immer wieder dazu führen, dass dein Gegenüber auf Distanz geht – und die du selbst kaum bemerkst.



1. Wenn Anstrengung statt Leichtigkeit spürbar wird


Du gibst dir Mühe, überlegst dir, was du schreiben oder erzählen kannst, suchst ständig nach Signalen, ob er oder sie interessiert ist.


Doch so sehr du dich bemühst – dein Gegenüber spürt: hier ist Druck. Nicht, weil du „zu viel“ bist. Sondern weil das Kennenlernen seine spielerische Leichtigkeit verliert, weil du immer wieder überlegst “Wie verhalte ich mich “richtig”? Was kann ich tun und sagen, damit er mich nochmal treffen möchte?”. Nähe wächst nicht aus Strategie, nicht daraus, dass du doch verbiegst und alles "richtig" machst, sondern aus Authentizität und echtem Dasein im Moment.


👉 Was immer wieder passiert: Du versuchst, zu gefallen, statt dich zu fragen: „Wie fühle ich mich eigentlich in seiner Nähe?“



2. Schnelles Tempo


Manchmal spürst du sofort eine starke Anziehung. Du möchtest am liebsten viel in Kontakt sein, möglichst schnell die nächsten Schritte in Richtung Beziehung gehen. Das kann für die andere Person überwältigend wirken – sie hat vielleicht noch gar nicht das Gefühl, dich wirklich zu kennen, während du innerlich schon ein paar Schritte weiter bist.


Wenn du gedanklich schon schnell auf dem Weg in eine Beziehung bist mit der Person oder dir das sehr stark wünschst, beraubst du dich der Möglichkeit genau zu prüfen, ob die Person überhaupt so ist, wie du deinen Partner gerne hättest und ob sie wirklich zu dir passt.


👉 Was immer wieder passiert: Du bist geleitet von deiner Sehnsucht nach Beziehung und übersiehst, dass die Kennenlernphase ein Prozess ist, in dem du genau prüfen solltest, wer dein Gegenüber ist, ob er zu dir und deinen Werten, deinen Lebensvorstellungen passt und ob eine stabile, gesunde Verbindung mit der Person möglich ist.


3. Du analysierst mehr als du erlebst


Gerade Hochsensible neigen dazu, jede Nachricht, jedes Wort, jede Geste zu hinterfragen. „Warum hat er heute länger zum Antworten gebraucht? Was meinte sie mit diesem Emoji?“ Während du im Kopf die Verbindung zerdenkst, geht der Kontakt im echten Leben verloren.


👉 Was immer wieder passiert: Du verlierst die Realität – du analysierst mehr als in den tatsächlichen Kontakt zu gehen, mit der Person ehrlich zu kommunizieren und sie kennenzulernen. Du triffst Annahmen, die möglicherweise nicht stimmen.



Wie kannst du den Kreislauf durchbrechen?


Die Frage ist also nicht: Was mache ich falsch?“ Sondern:

👉 „Welche Muster wiederhole ich unbewusst – und wie kann ich sie erkennen?“


✨ Diese Fragen verändern dich nicht automatisch. Aber sie bringen dich Schritt für Schritt dahin, deine Muster klarer zu sehen – und neue Entscheidungen zu treffen.



💡 Fazit: Du machst nicht alles falsch


Die wiederkehrende Erfahrung, dass dein Gegenüber Abstand nimmt, heißt nicht, dass du „alles falsch“ machst. Es bedeutet vielmehr, dass unbewusste Dynamiken im Spiel sind. Wenn du sie erkennst, kannst du sie verändern – und damit auch beeinflussen, wie deine Kennenlernphasen verlaufen.


Aus Anstrengung kann dann Ruhe werden, aus Unsicherheit Vertrauen entstehen. Und das ist die Basis, damit aus einem Kennenlernen echte Nähe entstehen kann. 🌱


Alles beginnt bei dir,

Deine Donata


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